TV Rheinau 1893 e.V. Mannheim

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Boule- Spiel

Bereits 400 v. Christus empfahlen griechische Ärzte das Spiel mit Steinkugeln. Im 2. Jahrhundert nach Christus   spielten die Römer ein Spiel, bei dem Kugeln auf einen Ziegelstein geworfen wurden.

Mit Boule verbinden viele Deutsche das von den Franzosen auf öffentlichen Plätzen ausgetragene Freizeit-Kugel-Spiel. Der korrekte Name ist allerdings Pétanque. Die Franzosen benutzen Pétanque zur Abgrenzung zu anderen französischen Boule-(Kugel-)Sportarten.

In Deutschland wurde die Freizeitvariante vor allem von Frankreich-Urlaubern „importiert“ und meist Boule genannt. In den Spielregeln lehnen sich die Freizeitspieler an die Pétanque-Regeln an.

Ziel eines Spieles ist, mit den eigenen Kugeln möglichst nahe an die Zielkugel (Schweinchen) zu kommen. Dabei können auch die gegnerischen Kugeln oder die Zielkugel weggeschossen werden.

Bei uns im Verein spielt eine Gruppe von 12 Erwachsenen nach vereinfachten Regeln. Wir spielen zur Zeit noch auf einem ehemaligen Tennisfeld, das aber im Winter von uns umgebaut wird, so dass uns ab Frühjahr 2015 fünf Boulebahnen mit dem geeigneten Belag zur Verfügung stehen. Dann können wir auch noch zusätzliche Spielerinnen oder Spieler in unserer Gruppe willkommen heißen. Kontakt können Sie aber jetzt schon mit uns aufnehmen, wir suchen noch Spender und fleißige Hände für den Umbau.

Regeln für das einfache Boule- Spiel

( Für Turniere gibt es spezielle Regeln. )

Boule ist eine Sportart, in der zwei Personen oder Mannschaften gegeneinander spielen:

  • 3 Spieler gegen 3 Spieler (Triplette)
  • 2 Spieler gegen 2 Spieler  (Doublette)
  • 1 Spieler gegen 1 Spieler  (Tete-a-tete)

Beim Triplettes hat jeder Spieler 2 Kugeln zur Verfügung, bei Doublettes und Tete-a-tete hat jeder Spieler 3 Kugeln.

Spielablauf

Als Ziel dient eine kleine Holzkugel (ca. 25-30 mm Durchmesser, genannt Schweinchen). Vor Spielbeginn wird ausgelost, welche Mannschaft zuerst die Zielkugel werfen darf.

Es wird ein Kreis von ca. 35 bis 50 cm Durchmesser als Abwurfbezirk auf dem Boden markiert, aus dem die Zielkugel geworfen wird. Die Entfernung der Zielkugel vom Abwurf-kreis sollte ca. 6 bis 10 Meter betragen. Die Füße des Spielers müssen beim Wurf innerhalb des Kreises sein und Bodenkontakt behalten, bis die geworfene Kugel den Boden berührt.

Die Mannschaft des Zielkugelwerfers (A) wirft nun auch als erste die Boulekugel so nah wie möglich an die Zielkugel. Nun versucht die Mannschaft B eine Boulekugel dem Ziel noch näher zu bringen. Gelingt es, so versucht jetzt die Mannschaft A diesen Wurf noch zu überbieten. So geht es weiter, bis alle Kugeln gespielt sind.

Hat eine Mannschaft alle Kugeln gespielt, so versucht die andere Mannschaft ihre restlichen Kugeln so zu platzieren, dass sie dem Ziel näher liegen als die bestplatzierte Kugel der gegnerischen Mannschaft. Jede Kugel einer Mannschaft, die der Zielkugel näher ist als die bestplatzierte des Gegners, zählt einen Punkt.

Das bedeutet, dass in einem Spiel  also mindestens 1 Punkt zu gewinnen ist (in dem Fall, wenn die zweitbeste Kugel, die Kugel des Gegners ist) und im Höchstfall 6 Punkte zu gewinnen sind (in dem Fall, wenn die Kugeln einer Mannschaft alle besser platziert sind als die gegnerischen).

Der Reiz des Spieles besteht darin, die vielen Möglichkeiten beim Wurf einer Boulekugel auszunutzen: wie z.B. Wegschießen der gegnerischen Kugel, Verbauen des Zieles, Verändern der Position der Zielkugel.

Gewonnen hat die Mannschaft, die zuerst 13 Punkte erreicht hat.

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